Abgeschlossene Projekte:

Koordination von Forschungsprojekten zur Offshore-Windenergie

Windparks auf See, oder ‚Offshore-Windparks’, sollen zukünftig umweltfreundliche regenerative Energie erzeugen. Der Auf- und Ausbau dieser Windparks führt jedoch zu noch nicht voll absehbaren Veränderungen in den küstennahen Naturräumen.

Sowohl in der Bauphase, als auch während des Betriebs von Offshore-Windparks gibt es negative Auswirkungen. Meerestiere, wie z. B. der Schweinswal, aber auch die gesamte weitere Meeresfauna werden durch Unterwasserlärm gestört und können massiv geschädigt werden.

Zugvögel, wie Rotkehlchen, können mit Offshore Windenergieanlagen kollidieren. Derartige Kollisionsgefahren sind schon bekannt von Plattformen auf See, wie Öl- und Gas-Plattformen und Forschungsplattformen. Diese Beobachtungen sind jedoch noch nicht hinreichend durch zielgerichtete Forschung nachgewiesen.

Damit negative Auswirkungen für Zugvögel minimiert werden können, hat die Deutsche Naturschutzakademie im Herbst 2011 eine Koordinationsstelle eingerichtet, mit der das Ausmaß der Kollisionen von Zugvögeln mit Offshore Windenergieanlagen untersucht sowie Wege zur Verringerung solcher Kollisionen untersucht und umgesetzt werden sollen“.

Um die Ursachen von Vogelkollisionen besser zu verstehen und in der Folge durch geeignete Maßnahmen das Kollisionsrisiko für Zugvögel mit Offshore Windparks reduzieren zu können, organisiert die DNA in diesem Projekt relevante Studien bis Ende 2014.

Wildnis macht stark – Neue Ansätze der Wildnisbildung in deutschen Nationalparken am Beispiel des Nationalparks Harz

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Foto: Jens Halves

Wildniserfahrungen und Persönlichkeitsentwicklung für Kinder und Jugendliche ermöglichen und fördern. Dazu wird ein Qualifizierungsprojekt für Jugendleiter, Erzieher, Sozialpädagogen und Lehrer im Nationalpark Harz entwickelt, erprobt, wissenschaftlich begleitet und zukünftig etabliert.Als spannender Lern- und Lehrort wird dazu ein Wildniscamp im Nationalpark Harz errichtet, das im Stil einer Bescheidenheitspädagogik verwirklicht wird.

Wesentliche Merkmale des Wildniscamps:

  • Prozessgedanken erfahrbar machen
  •  in Kreisläufen denken
  • weniger Spuren hinterlassen
  • Dynamik in der Wildnis durch einen gemeinsamen Aufbau und teilweisen Abbau des Wildniscamps vergleichen: Das Wildniscamp wächst und wird erst dann nutzbar
  • Förderung der sozialen Gemeinschaft
  • regionales Material aus den Waldentwicklungszonen des Nationalparks Harz
  • Verwendung alter Techniken beim Bau (z. B. Schwärzen der Hölzer)

Effizienzsteigerung von Grünlandsubstraten in der Biogasgewinnung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange

Die Nutzung von Grasschnitt aus der Landschaftspflege in der Biogaserzeugung ist in der Vergangenheit als nicht sehr effektiv angesehen worden. Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund für Biogasanlagen im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) einen so genannten Landschaftspflegebonus von 2 Eurocent / Kilowattstunde eingeführt. Der BUND Niedersachsen betreibt seit 2006 eine Biogasanlage in der ausschließlich Landschaftspflegematerial fermentiert wird. Bei der wirtschaftlichen Überprüfung des Stromverkaufs einschließlich des Landschaftspflegebonus stellte sich heraus, dass eine „ normale“ Ernte und Silierung von Grasschnitt von Naturschutzflächen nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt hat. Die auch in der Literatur (FNR 2010) beschriebenen schlechten Eigenschaften wie Ligningehalt und hohe Trockenmasse bei einmaligen Schnitten auf Naturschutzflächen haben eine schlechte Silierung und einen geringen Biogasertrag zur Folge. Die Erntequalität soll durch spe-zielle Mahdverfahren im Hinblick auf Konservierung und Biogasertrag erhöht werden.

Das Gesamtziel des Projektes ist die Effizienzsteigerung bei der Biogas-Fermentation von Landschaftspflegematerial, das auf Feuchtgrünlandflächen in naturschutzrelevanten Gebieten geerntet wird.
Um das Gesamtziel zu erreichen sind folgende wissenschaftliche und technische Arbeitsziele notwendig

  • Steigerung der Aufschlussmöglichkeit des Landschaftspflegematerials für Methanbakterien in einer Trockenfermentationsanlage durch Zerkleinerung bei unterschiedlichen Ernteverfahren.
  • Verbesserung der Konservierung von Landschaftspflegematerial bei der Rundballenherstellung von Heu und Silage durch verschiedene Ernteverfahren unter Berücksichtigung der Pflanzenphänologie der gewählten sowie der vom Naturschutz vorgeschriebenen Erntezeitpunkte.
  • Untersuchung der letalen Verluste der Kleintierfauna durch die einzelnen Verfahren.
  • Erstellung von Energiebilanzen der einzelnen Ernteverfahren im Zusammenhang mit dem Gasertrag der Ernte.
  • Feststellen der Biogasausbeute und Wirtschaftlichkeit der Produkte der einzelnen Verfahren und Konservierungen
  • Kontinuierliche Weitergabe der Ergebnisse an interessierte Gruppen, um schon während des Vorhabens weitere praktische Versuche zum Thema Landschaftspflegematerial in anderen Biogasanlagen zu initiieren.

Dabei wird auf folgende Aspekte ein großer Wert gelegt:

a) Annahme der Effizienzsteigerung nur, wenn bei einem Arbeitsverfahren eine quantitativ höhere regenerative Energieleistung produziert wird, als der Verbrauch von fossilen Energieträgern bei den entwickelten Verfahren.

b) Annahme der Effizienzsteigerung nur, wenn Arbeitsverfahren dem Naturschutz nicht gravierend entgegenstehen, um nicht eine neuen Naturschutzauflage zu provozieren und damit die Landschaftspflege und die Weiterverarbeitung der Ernten zu erschweren.

Veilchen – Foto: Wulf Carius

Das überaus seltene und schöne Grabenveilchen ist auf den extensiv genutzten Flächen beheimatet.

Der BUND Landesverband Niedersachsen betreibt den Hof Wendbüdel seit dem Jahre 2002. Der Hof liegt im Naturpark „Wildeshauser Geest“ zwischen Delmenhorst und Wildeshausen. Im Jahre 2002 wurden ca. 40 ha Feuchtgrünland in den Flusstälern von Delme und Hunte und 10 ha Geestland bewirtschaftet. Seit 2005 bewirtschaftet der Hof zusätzliche Feuchtgrünlandflächen im EU Vogelschutzgebiet „Bornhorster Wiesen“ (75 ha) und ca. 15 ha Hochmoorgrünland im „Moorplacken“ auf dem Gebiet der Stadt Oldenburg. Der überwiegende Teil der Flächen ist in öffentlicher Hand und wird dem Hof kostenlos oder mit einer geringen Pacht überlassen.
Der Hof ist ein Ökohof nach EU-Norm und alle Flächen sind landwirtschaftlich angemeldet. Alle Flächen des Hofes sind Grünlandflächen. Für das Vorhaben werden hofeigene Ern-temaschinen genutzt.
Seit 2006 betreibt der Hof eine Biogasanlage in die ausschließlich Gras (100%) von den hofeigenen Flächen eingebracht wird. Hier wird die Silage oder Heuernte je nach Mahdre-gime von 50 – 70 ha Grünland benötigt.
Die BUND-Forschungsanlage ist eine Trockenfermentationsanlage von 50 KW/h elektrische Leistung.
Die Forschungsanlage wird mit dem Radlader beladen und das Substrat verweilt lediglich unter Besprühung durch die umlaufende Sickerflüssigkeit (Perkolat) je nach Versuch 3-4 Wochen im Fermenter.
Die geringe Größe der Forschungsanlage bewirkt, dass die zu untersuchenden Chargen besser in Hinsicht auf Flächengröße, Boden, Pflanzenzu-sammensetzung, Schnittzeitpunkt und mechanische Aufbereitung differenziert untersucht werden können. Gleichzeitig ist die Anlage groß genug, um als Praxisanlage zu gelten. Pro Charge werden ca. 60 Rundballen (1,20 m Durchmesser – ca. 10-14 t organische Trockensubstanz) benötigt.
Die diskontinuierlich zu beschickende Trockenfermentation ist gerade durch die Chargenabgrenzung besonders geeignet, Ergebnisse von Gasausbeute, Abbaugrad und Gaszu-sammensetzung in einer Praxisanlage darzustellen. In der Forschungsanlage werden die Chargen der unterschiedlichen Verfahren und Konservierungen in unterschiedlichen Verweilzeiten getestet.

Mehr Informationen zum BUND-Naturbauernhof Wendbüdel finden Sie auf dessen Internetseite: http://www.wendbuedel.de/
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Kontakt

Deutsche Naturschutzakademie e.V.
Umwelthaus
Goebenstr. 3a
30161 Hannover

Ansprechpartnerin:
Christiane Weber
Tel. 0511-96569-16
E-Mail: c.weber@d-na.org

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